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Nach Redaktionsschluss

(K)eine ruhige Kugel schieben

Jetzt ist der Volo offiziell alt.
Ja genau, wir (der Jahrgang 2015/2016) – im Dezember noch stolze Jungvolos – sind jetzt noch stolzere Altvolos. Also der Jahrgang, der das erste Ausbildungsjahr bereits hinter sich hat.

Das Gefühl ist schon komisch: Da hat man sich gerade so richtig eingelebt in seiner Lokalredaktion am anderen Ende von Schwaben und schwups – beginnt das knappe Jahr in der Augsburger Zentrale. Die Nachwuchsjournalisten werden herausgerissen aus der örtlichen Gemeinderatsroutine und hineingesteckt in das graue Hochhaus in Lechhausen. Hier fängt ein neuer Ausbildungsabschnitt an, hier werden – die nur vom Hörensagen bekannten Begriffe wie Newsdesk, CvD und Tischtippkicker (den gibt es wirklich!) – Realität. Und jeder Monat, jedes Ressort bringt neue Abenteuer mit sich.
Ziemlich aufregend also.
Mit diesem Abschnitt ändert sich jedoch noch mehr:

 

Jetzt ist der Volo offiziell alt.
Ja genau, wir (der Jahrgang 2015/2016) – im Dezember noch stolze Jungvolos – sind jetzt noch stolzere Altvolos. Also der Jahrgang, der das erste Ausbildungsjahr bereits hinter sich hat. Heißt konkret: Heuer werden zwölf neue Jungvolontäre auf Oberbürgermeister und Stadtpfarrer in den Lokalredaktionen losgelassen. Sie treten, so seltsam das auch klingt, irgendwie in unsere Fußstapfen.
Damit der Start für die Neuen besser gelingt, haben sich die „Alten“ entschlossen, mit den „Jungen“ eine – oder besser gesagt keine – ruhige Kugel zu schieben: Wir waren bowlen. Im Vordergrund stand natürlich der Spaß und die Geselligkeit. Wer letztlich gewonnen hat, ist deshalb nicht weiter wichtig. Auch wenn uns ein Neuling verschwiegen hat, dass er zuvor vermutlich ein professionelles Bowling-Training hinter sich hatte. Die Gruppe mit dem jungen Mann im Team war also schon im Vorteil.
Trotz dieser eindeutigen sportlichen Überlegenheit gab es weder Pöbeleien, noch Handgreiflichkeiten. Die Nachwuchsjournalisten unterhielten sich über das spannende Lokaljahr, tranken das ein oder andere Bierchen zusammen und tauschten Kontaktdaten aus. Ein schöner Abend für beide Seiten mit reichlich Infos für die Neuen. Einige Volontäre kannten sich sogar schon aus der Studiums- oder Schulzeit.
Doch auch die Neuen werden in einem Jahr vor dem Hochhaus stehen und dieses Gefühl haben. Genau wie wir, werden sie wieder aufgeregt und nervös sein, vor dem, was da in diesem großen, grauen Block auf sie wartet. Und dann sind sie die „Alten“.

 

 

 

 

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