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Ein Volontär auf Kaffee

Kaffee: Er ist Genussmoment, Wachmacher, Motivator, Lebenselixier. Er sorgt dafür, dass sich auch der müdeste Volo von seinem Schreibtischstuhl erhebt und sich ein wenig die Beine vertritt. An der Kaffeemaschine trifft er dann gerne auch mal die Kollegen zum Plausch. Die Büros der Welt werden mit Koffein betrieben. Da ist auch die Augsburger Allgemeine keine Ausnahme.

Kaffee: Er ist Genussmoment, Wachmacher, Motivator, Lebenselixier. Er sorgt dafür, dass sich auch der müdeste Volo von seinem Schreibtischstuhl erhebt und sich ein wenig die Beine vertritt. An der Kaffeemaschine trifft er dann gerne auch mal die Kollegen zum Plausch. Die Büros der Welt werden mit Koffein betrieben. Da ist auch die Augsburger Allgemeine keine Ausnahme.

Schon am ersten Tag des Volontariats spielt Kaffee eine wichtige Rolle. Denn wenn sich die neuen Volontäre versammeln, um in ihren sechswöchigen Einführungskurs zu starten, steht das Getränk schon bereit. Jeden Tag versorgt Frau Dirschl, Sekretärin und gute Seele der Medienakademie, die lernwütigen Volos mit Kaffee. Die blauen Kannen sind Hotspot Nummer 1 in jeder Pause. Schließlich führt nach mehreren Stunden auch der interessanteste Vortrag zur einen oder anderen Ermüdungserscheinung.

Kaffee-Krampf in der Lokalredaktion

In der Lokalredaktion ist es schlagartig vorbei mit dem Luxus. Keine Frau Dirschl mehr, die einem den frisch aufgebrühten Kaffee in der Thermoskanne serviert. Stattdessen muss der Volo selbst ran, braut sich in einer altersschwachen Maschine muffigen Filterkaffee oder friemelt seine Lidl-Kaffee-Pads in verkalkte Geräte. Das ist mehr Krampf als Genuss. Aber es geht halt nicht ohne. Vielleicht wird es ja im zweiten Jahr besser.

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Der Weg zum guten Kaffee ist noch weit. Foto: sial

Hoffnungsfroh tritt der nach Kaffee dürstende Volo im Februar seinen Dienst am Regiodesk in der Stadtredaktion in der Maxstraße an. Die Küche: ein fensterloses Loch im Keller. Die Kaffeemaschine: Sagen wir so, noch am Abend besorgte sich der Volo bei Lidl wieder Pads. Ein weiterer Monat dünne Brühe.

Auf der Spur des braunen Goldes quer durch’s Haus

Danach ging es aber endlich in die Zentrale, die Welt der großen Stories, der Titelseiten. Am Newsdesk, wo Redakteure und Volos aus vier Ressorts gemeinsam die Zeitung machen, muss es doch guten Kaffee geben. Wer am Puls der Zeit sein will, muss auch seinen eigenen Puls hochhalten.

Tatsächlich steht in der geräumigen Kaffeeküche ein Vollautomat! Dem Himmel sei Dank! Bei näherem Hinsehen sieht man ihm aber an, dass er eben tagtäglich um die 100 Kaffeetassen müder Redakteure befüllt. Macht nix, erklärt ein erfahrener Kollege. Die Maschine sei nur geleast. Heißt im Klartext: Wenn sie den Geist aufgibt, kommt eben eine neue. Immerhin sind die mitunter klammen Volos vom Beitrag zur Kaffeekasse befreit.

In der Online-Redaktion ist schon etwas weniger los an der Kaffeemaschine. Gut schmecken tut er auch. Wäre da nicht der hartnäckige Schimmel, der unter den Überresten der frisch gemahlenen Bohnen weiß hervorblitzt und an den sich scheinbar keiner herantraut.

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Endlich fließt das braune Gold! Foto: sial

Kaffeekunst in der Kultur

Die Krone des Kaffee-Genusses wartete schließlich ein Stockwerk tiefer. In der Kulturredaktion geht es nicht nur ruhiger zu als am hektischen Newsdesk, dort wissen sie auch, den Kaffee zu würdigen. Blitzblank geputzt steht da der Automat, die Bohnen schmecken wie frisch vom Feld, immer steht frische Milch bereit. Dazu ein Tresen, auf dem regelmäßig Kuchen, Schokolade oder Obst herumstehen. Der Büroalltag ist gerettet!

Die Glückseligkeit hält aber nicht lange. Nach einem Monat heißt es schon wieder Abschiednehmen von der neu gefundenen Kaffeeoase. Soll die Suche nach dem brauen Gold weitergehen? Schließlich stehen noch weitere Stationen an. Vielleicht kann a.tv noch besseren Kaffee. Oder die Sportredaktion?

Abwarten und Kaffee trinken. Während der Zeit als Projektvolo hat die Kaffeeoase Kulturredaktion jedenfalls wieder geöffnet. Sie ist schließlich nur wenige Schritte den Gang hinunter und ein paar nette Worte mit den Kollegen entfernt.

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