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Jeden Tag ein Abenteuer

Einsatz für die Kartei der Not

Bevor es losgeht, verstecken meine Kollegin und ich uns hinter dem Häuschen, das für die Donau-Zeitung am Weihnachtsmarkt in Dillingen reserviert ist. Wir wollen nicht, dass die Marktbesucher unsere Kostüme zu früh sehen. Punkt  14 Uhr betreten wir die Hütte. Vor uns: etwa 30 Menschen, die teilweise seit einer halben Stunde nur auf uns warten. Warum? Wir verkaufen Plätzchen. Alle Zuckerbäckerinnen, viele Landfrauen, Berufsschüler und ein Bäcker haben auf unseren Wunsch hin Plätzchen und Stollen gebacken – auch Lebkuchenhäuschen haben wir im Angebot.

Etwa 30 Minuten später sind die gut 150 Tüten Plätzchen ausverkauft. Die Franziskanerschwestern, mit denen wir uns den Stand teilen, schauen uns mit großen Augen an. Und auch die Standbetreiber gegenüber sind überrascht: Dass sich Menschen an einem Weihnachtsmarkt so lange anstellen, kennen die Markthändler nicht. Unser Geheimnis sind aber nicht unsere hinreißenden Kostüme, die wir extra für den Markt besorgt haben – sondern die Kartei der Not.

Die Kartei der Not ist das Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen. Hört sich im ersten Moment nicht so an, als würde es die Volontäre direkt betreffen. Doch viele Unternehmen, Vereine und Leser spenden das ganze Jahr über – und besonders zu Weihnachten – Geld an die Kartei. So verkaufen manche Redaktionen Plätzchen am örtlichen Weihnachtsmarkt. Natürlich alles für den guten Zweck. Die Spenden kommen ganzjährig unverschuldet in Not geratenen Menschen aus der Region zugute.

Und dieser gute Zweck zieht auch die vielen Käufer an. Da die Kartei der Not ein regionales Hilfswerk ist, wissen die Menschen, was mit ihrem Geld passiert und beteiligen sich gerne.

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Kisten stapeln im Auto der Kollegin.

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Die netten Frauen in Rot – im Einsatz für die Kartei der Not. Simone Bronnhuber (meine Volo-Betreuerin) und ich.

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20 Lebkuchenhäuschen haben die Schüler der Berufsschule Höchstädt für uns gebacken.

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Oberbürgermeister Frank Kunz (rechts) und Sohn Lucas ließen es sich nicht nehmen, beim Verkauf zu helfen. Auch Redaktionsleiter Berthold Veh (Mitte) durfte mit in die Hütte.

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