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Alles, was uns bewegt

Ein Termin wie in der guten alten Zeit

Ich sitze in der Redaktion und gucke, wo ich nachher hingehen soll. Denn es ist etwas momentan Ungewöhnliches passiert, das eigentlich in einer Redaktion ganz normal sein sollte: Ich habe einen Termin –   draußen, zu dem ich wirklich hingehen und Menschen treffen kann. Das war während der Hochphase der Corona-Pandemie leider häufig nicht möglich, weil letztendlich keine Veranstaltungen stattgefunden haben.

Endlich geht es los!

Viele Themen konnte man nur über Telefonate besprechen.  Und so habe die Redaktion seit Beginn meines Volontariates bei der Augsburger Allgemeinen nur wenige Male verlassen. Ich fühle mich wie früher als freier Mitarbeiter, als ich mich auf den Weg mache. Jetzt werde ich lernen, wie man Boule spielt. Natürlich weiß ich schon, worum es geht – richtig um Punkte gespielt habe ich aber noch nie. Ich freue mich auf diese Veranstaltung, denn außer der fête de la musique, einer Musikveranstaltung in Friedberg, wo ich mein erstes Volontariats-Jahr verbringe, war ich noch bei wenigen klassischen Events. Man merkt bei der Arbeit, dass jetzt das öffentliche Leben wieder ein wenig auftauen kann, nachdem sich lange sehr viel ausschließlich im Privaten abgespielt hat. Aber es macht einen Unterschied, ob jemand erklärt, wie eine Partie Boule abläuft oder ob man sie wirklich spielt. Das ist viel lebendiger, weil man in dieser Szene drin ist und sie beschreiben kann. Also geht es wieder ein wenig weg von Rückenschmerzen, weil man so viel gesessen hat und mit den Menschen nur im Sitzen telefonieren musste – hin zu: Leute treffen, Termine wahrnehmen und ein wenig Normalität erleben.

Das Erwachen hat einen faden Beigeschmack

Allerdings muss man sich erst auch wieder daran gewöhnen, Menschen zu begegnen. Bei der Arbeit fällt das noch leicht: Man kann Abstand halten und meistens passen alle auf, die notwendigen Regeln einzuhalten. Kontaktdaten werden aufgenommen und wenn man sich nicht aus dem Weg gehen kann, trägt man Masken.

Aber in meiner Freizeit bemerke ich, dass vieles schon wieder so scheint wie vor der Pandemie. Zumindest verhalten sich einige so. Dass ich wieder zum Sport gehen kann, freut mich natürlich total. Es gibt mir einfach viel, zum Training gehen zu können. Beim Einkaufen in der Augsburger Innenstadt bin ich aber immer ein wenig überfordert, weil ich niemandem aus dem Weg gehen kann. Auf der einen Seite ist es total schön, dass die Städte wieder aus ihrer Corona-Trance zu erwachen scheinen. Auf der anderen spielt aber immer die Befürchtung mit, dass erneut alles geschlossen werden muss.