Archiv: 2021

Jeden Tag ein Abenteuer

Nervenkitzel bei Loopings und Rollen: Volontär berichtet aus dem Cockpit

Pilot Thomas Brenner steht auf dem Flugplatz Mindelheim-Mattsies. Neben ihm ein weiß-oranger Flieger – die Grob G 120TP. Brenner macht die Maschine startklar. Bevor wir losfliegen, muss ich noch einen Fallschirm anlegen. Brenner erklärt mir, wie ich im Falle eines Notfalls das Verdeck nach hinten schieben, auf die Tragfläche steigen und beim Absprung Abstand zum […]

Pilot Thomas Brenner steht auf dem Flugplatz Mindelheim-Mattsies. Neben ihm ein weiß-oranger Flieger – die Grob G 120TP. Brenner macht die Maschine startklar. Bevor wir losfliegen, muss ich noch einen Fallschirm anlegen. Brenner erklärt mir, wie ich im Falle eines Notfalls das Verdeck nach hinten schieben, auf die Tragfläche steigen und beim Absprung Abstand zum Propeller gewinnen soll. Nach ein paar Sekunden soll ich dann einen Metallbügel ziehen, damit sich der Fallschirm öffnet. „Moment, könnte dieser Flug gefährlich werden?“, schießt es mir in den Kopf. Darüber hatte ich mir zuvor gar keine Gedanken gemacht. Ein paar Minuten später sitze ich stramm festgegurtet neben Thomas Brenner – und wir fliegen mit voller Geschwindigkeit in einen Looping.

Doch die Geschichte fängt einige Wochen zuvor an. Jede Volontärin und jeder Volontär der Augsburger Allgemeinen kennt diese Situation: In der Redaktion kommt ein Thema auf, das irgendwie spannend klingt. Welchen Dreh das Thema bekommen soll, ist noch nicht so richtig klar. Klar ist dafür aber schon, wer es machen könnte: Das wäre doch was für den Volontär. „Mach‘ dort doch mal eine Reportage“, ist ein Spruch, den so manche Volontärinnen und Volontäre der Günter Holland Journalistenschule schon häufiger gehört haben dürften. So findet man sich regelmäßig in Situationen wieder, die man im normalen Leben so wohl nicht erlebt hätte.

Reportage aus dem Cockpit: Wie fühlt sich ein Looping an?

Für die Lokalredaktion der Mindelheimer Zeitung durfte ich beispielsweise im Impfzentrum über die Menschen hinter den Kulissen berichten. Mit Wärmebildkamera stand ich in verrauchten Räumen und habe die Atemschutz-Ausbildung der Feuerwehr begleitet. Zuletzt durfte ich eine eintägige Kneipp-Kur am eigenen Körper erfahren. Und an diesem Tag flog ich in einem Ausbildungsflieger der Firma Grob Aircraft mit. Mit den Flugzeugen werden normalerweise Luftwaffenpiloten ausgebildet. Sie lernen darin Flugmanöver zu fliegen, die sie später in ihren Kampfjets brauchen werden. 

Der Dreh in der Geschichte war inzwischen auch klar. Ich würde in einer Reportage der Frage nachgehen: Welche Manöver werden mit den Flugzeugen aus Mattsies geflogen – und wie fühlt sich das im Cockpit an? Wenige Wochen nachdem ich mich mit der Firma in Verbindung gesetzt habe, sitze ich also im Cockpit hinter Knöpfen, Schaltern, Displays und einem Steuerknüppel. Thomas Brenner fliegt mit der Maschine eine enge Rechtskurve. Wie in einer Achterbahn werde ich in den Sitz gedrückt. Das ist auch für Ungeübte wie mich noch gut auszuhalten. Doch dann kommt der Moment der Wahrheit. Brenner zieht den Steuerknüppel zu sich. Das Flugzeug fliegt in einem steilen Bogen fast senkrecht nach oben. Sofort werde ich mit voller Wucht in den Sitz gepresst. So fühlt es sich also an, wenn das Fünffache des Körpergewichts auf den eigenen Körper wirkt.

Das Privileg, ungewöhnliche Einblicke zu bekommen

Der Boden verschwindet aus dem Sichtfeld. Beine und Arme werden so schwer, dass man sie nicht mehr anheben kann. Das Gesicht wird nach unten gezogen. Auf einmal wird alles wieder ganz leicht. Dort wo eben noch der Himmel war, ist nun aus dem Cockpit die Landschaft zu sehen. Wir fliegen kopfüber. Doch noch bevor ich den Ausblick genießen kann, fliegt das Flugzeug in einem Bogen auch schon wieder abwärts. Erneut versinke ich im Sitz – bis der Looping fertig gedreht ist. Brenner zeigt mir danach noch ein paar andere Manöver. Sie live im Flugzeug mitzuerleben, fühlt sich fast ein wenig unwirklich an.

In diesen Situationen wird einem besonders klar, was es für ein Privileg sein kann, Journalistin oder Journalist zu sein. Gemeinderatssitzungen, Gerichtstermine, Vereinsjubiläen – wir berichten bei vielen verschiedenen Veranstaltungen von vor Ort. Die Menschen sprechen mit uns und erzählen uns ihre Geschichten. Und immer wieder bekommen wir auch Einblicke in Bereiche, in die man sonst eben nicht mal so schnell hineinschauen kann. Das ist ein besonders spannender Teil unseres Jobs. Für die Leserinnen und Leser der Augsburger Allgemeinen sind wir mittendrin, wenn etwas passiert. Versuchen Blickwinkel zu zeigen, die die Menschen nicht kennen und ordnen ein, was andere Menschen leisten. Dafür lohnt es sich auch mal in einen Flieger zu steigen – und am Ende des Fluges zu merken, dass sich im Kopf dann doch etwas mehr dreht als sonst.

Alles, was uns bewegt

Warum zum Volontariat auch Live-Konzerte gehören (sollten)

Die Volontärin der Augsburger Allgemeinen Zeitung hatte sich auf viele Konzerte gefreut. Doch durch Corona musste sie vor allem Absagen schreiben.

Bereits vor Beginn meines Volontariats hatte ich mich auf die Kulturberichterstattung gefreut. Im Geiste sah ich mich bei Konzerten in der ersten Reihe, die Kamera immer vor der Nase. Oder in Museen, wo ich mich in die Werke lokaler Künstler vertiefe. Ich hatte noch aus meinen Praktika in Erinnerung, dass es nicht nur Arbeit, sondern auch Vergnügen war, abends auf solche Veranstaltungen zu gehen.

Soweit zur Theorie. Leider wurde 2021 immer noch von Corona beherrscht, und dahin waren meine ganzen Vorstellungen. Wenn ich einen Artikel schreiben konnte, hatte er höchstens zum Thema, welche Veranstaltung dieses Jahr nur begrenzt oder gar nicht stattfinden konnte.

Keine Kulturveranstaltung wegen der Corona-Pandemie

Wie sich herausstellte, war ich aber nicht die einzige Volontärin, die in dieser Lage steckte. Im August hatten wir Volontäre ein Seminar zu eben diesem Thema, Kulturberichterstattung. Als der Dozent uns nach unseren Erfahrungen im ersten Halbjahr unseres Volontariats fragte, war die Antwort fast immer dieselbe: fast keine, coronabedingt hatte Nichts stattgefunden. Das ist vor allem deshalb schade, weil die Kulturberichterstattung, das Feuilleton, ein ganz eigenes Ressort ist.

Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als ich doch noch völlig unverhofft auf eine Kulturveranstaltung gehen und darüber berichten konnte. Denn auch das P-Seminar Musik des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg stand vor dem Corona-Problem: Zwei Jahre zuvor hatten die Vorgängerinnen bereits einen Musikwettbewerb mit jungen Musikerinnen und Musikern auf die Beine gestellt. Alles live und vor Ort, versteht sich. Der aktuelle Jahrgang wollte ihn auch dieses Jahr durchziehen. Allerdings war im März, als ich für einen Vorbericht über das Seminar zum ersten Mal mit den Schülerinnen und dem Seminarleiter sprach, noch gar nicht klar, ob es ein Live-Konzert werden würde, oder ob sie das Ganze als Online-Wettbewerb und damit coronakonform abhalten sollten.

Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen: Kultur gehört dazu

Die erste Runde lief dann nur online über eingereichte Videos ab. Umso größer war meine Freude, dass die Finalrunde dann tatsächlich vor Ort in der Aula des Gymnasiums stattfinden konnte. Ich saß mit anderen Menschen im Publikum, die lachten, Tränen der Rührung in den Augen hatten und klatschten, als gäbe es kein Morgen. Das konnte ich umso besser in meinen Artikel einbinden.

Man merkte, dass alle – Musiker wie Zuschauer – einfach glücklich waren, wieder live spielen und zuhören zu dürfen. Inklusive mir als Berichterstatterin. Wie hätte ich denn die Reaktion des Publikums beschreiben sollen, wenn ich allein vor meinem Bildschirm den Wettbewerb verfolgt hätte? Wie hätte ich die Anspannung der Musiker einfangen sollen, wenn ich nicht direkt unter der Bühne gekniet wäre, um ein Video zu drehen?

Vielleicht bietet die aktuelle ungewöhnliche Situation in unserem Volontariat auch neue Möglichkeiten: dass man neue Formate oder Künstler eher beachtet als früher. Dass man sich generell Gedanken macht, wie Kultur digital zum Publikum kommen kann, und welche Chancen und Probleme diese neue Art der Rezeption mit sich bringt. Trotzdem ist mein ganz persönlicher Eindruck bisher, dass man Kulturberichterstattung am besten am „lebenden Objekt“ lernt – live, vor Ort. Und ich hoffe, dass wir dazu noch einige Chancen in den kommenden Monaten bekommen – trotz Corona.

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Westlich-dekadent in Berlin: eine Ode an die Hauptstadt

Ein unbestrittenes Highlight des Volontariats bei der Augsburger Allgemeinen ist die im Zweijahrestakt stattfindende Berlinfahrt. Immer zwei Volo-Jahrgänge verbringen normalerweise zusammen eine Woche in der Bundeshauptstadt, besichtigen Museen, besuchen so manchen Politiker und widmen die knapp bemessene Freizeit dem lokalen Spirituosen-Angebot. 2020 hätte es wieder so weit sein sollen. Aber wie bereits im Vorfeld befürchtet, […]

Ein unbestrittenes Highlight des Volontariats bei der Augsburger Allgemeinen ist die im Zweijahrestakt stattfindende Berlinfahrt. Immer zwei Volo-Jahrgänge verbringen normalerweise zusammen eine Woche in der Bundeshauptstadt, besichtigen Museen, besuchen so manchen Politiker und widmen die knapp bemessene Freizeit dem lokalen Spirituosen-Angebot.

2020 hätte es wieder so weit sein sollen. Aber wie bereits im Vorfeld befürchtet, konnte die Fahrt Corona-bedingt nicht stattfinden und wurde auf das kommende Jahr verschoben. Und wie durch ein Wunder hat es dann im August 2021 tatsächlich geklappt. Statt 24 waren wir zwar nur zwölf Volontäre und statt fünf waren wir nur vier Tage in Berlin – aber: Wir waren in Berlin!

Tag 1

Um 9 Uhr morgens finden wir uns alle mehr oder weniger fit am Augsburger Hauptbahnhof ein und spekulieren, ob wir für das durchwachsene Wetter richtig gepackt haben (haben wir nicht), bevor der ICE mit kurzer Verspätung eintrifft.

Die knapp fünfstündige Fahrt verbringen wir mit Spielen wie „Stadt, Land, typisch Michi“ und bespaßen das gesamte Abteil mit unseren lustigen Einfällen. Nach der Ankunft am Berliner Bahnhof übernimmt Mit-Volontär Piet die Führung und leitet uns, wie auch in den darauffolgenden Tagen, sicher durch das verwirrende U- und Straßenbahnnetzwerk zu unserem Hotel, wo wir uns immer zu zweit ein Zimmer teilen.

Unsere erste Station nach dem Bezug der Hotelzimmer ist eine Schifffahrt auf der Spree. Bei eiskaltem Wind und stellenweisem Sprühregen genießen wir einen Aperol Spritz und die Aussicht auf das Regierungsviertel. Anschließend verbringen wir den Abend zusammen mit Berlin-Korrespondent Bernhard Junginger im Brauhaus Lemke und testen die Berliner Küche.

Nach einem kurzen Abstecher in einen Späti, ein Berliner Kiosk, der seinen Ursprung interessanterweise in der DDR hat, machen wir uns dann auf den Rückweg ins Hotel, wo wir uns noch in der einzigen Suite (!) zusammenfinden, die zwei unserer Mit-Volos unter verdächtigen Umständen zugeordnet wurde, um in einen Geburtstag hineinzufeiern.

Mit unpassender Kleidung und Aperol Spritz trotzen wir dem nasskalten Berliner Wetter.

Tag 2

Wir stellen fest, dass die vereinbarte Zeit, zu der wir uns vor dem Hotel einfinden sollen, nicht verhandelbar ist. Punkt 8.15 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Straßenbahn. Wer zurückbleibt, wird zurückgelassen und hat sich hoffentlich schon die Berliner Nahverkehrsapp heruntergeladen (hatte der Kollege, der seinen Geldbeutel vergessen hat, glücklicherweise schon getan).

Der erste Tagespunkt ist die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wo wir den Zeitzeugen Reinhard Fuhrmann so lange mit Fragen löchern, bis wir für die Führung durch die Stätte fast keine Zeit mehr haben. Er berichtet beeindruckend bildlich, wie der Alltag als Insasse im Stasi-Gefängnis ausgesehen hat und spart auch nicht mit kleinen Anekdoten und Geschichten – beispielsweise von seiner Zeit als Student, während der er der Stasi bereits durch sein „westlich-dekadentes Auftreten“ (lange Haare und Jeans) ein Dorn im Auge war. Für diese spannende Erfahrung nehmen wir in Kauf, dass die anschließende Mittagspause eher kurz ausfällt und gerade Zeit für eine Semmel lässt.

 

Das ehemalige Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen ist heute eine Gedenkstätte.

Anschließend besichtigen wir das Mauer-Panorama, eine Installation des Künstlers Yadegar Asisi, die einen Panoramablick aus seiner ehemaligen Wohnung in Westberlin auf die Mauer und den Todesstreifen im Osten zeigt. Eine Kaffeepause später versammeln wir uns vor dem Bundesentwicklungsministerium, wo uns Minister Gerd Müller und der Ministeriumssprecher Olaf Deutschbein Rede und Antwort stehen sollen.

Der Minister hat dann leider wegen der Afghanistan-Krise einen Termin bei der Kanzlerin, nimmt sich aber trotzdem Zeit für eine wortreiche Begrüßung, die sein Team mit besorgten Blicken auf die Uhr und hektischen Handzeichen quittiert. Nach einem ausführlichen Bericht über die Arbeit und Aufgaben des Ministeriums von Olaf Deutschbein geht es weiter ins DDR-Museum. Hier erwartet uns eine interaktive Ausstellung, die das Leben in der DDR anschaulich darstellt. Danach gönnen wir uns das wohlverdiente Abendessen. Inzwischen haben wir uns an den immer wiederkehrenden Nieselregen und den beißenden Wind gewöhnt. Die 10000 Schritte sind längst geknackt.

Tag 3

Um 9 Uhr verstecken sich zehn Volontäre und eine Medienakademieleiterin in einer Hofeinfahrt neben dem Hotel, um zwei zu spät Kommende zu schockieren. Der Plan geht auf. Gemeinsam machen wir uns dann auf den Weg zum Bundestag, wo wir eine ausgiebige Führung mit anschließender Fragerunde von der Grünen-Abgeordneten Ekin Deligöz bekommen. Sie spricht überraschend offen und ehrlich mit uns und gibt Einblicke in das berufliche, aber auch das private Leben als Bundestagsabgeordnete. Ab und zu erhaschen wir den ein oder anderen Blick auf ein weiteres deutschlandweit bekanntes Gesicht.

Um zwei zu spät Kommende zu schocken, verstecken sich alle in einer Hofeinfahrt.

Nach einer – heute etwas längeren – Mittagspause haben wir einen Termin im Gebäude der Bundespressekonferenz, die (wer hätte es gewusst?) nicht von Politikern, sondern Journalisten gegründet wurde. Hier unterhalten wir uns mit allen drei AZ-Hauptstadt-Korrespondenten, neben Bernhard Junginger auch Christian Grimm und Stefan Lange, die von ihrem spannenden Alltag mitten im Hotspot der Bundespolitik berichten.

Weil wir mal wieder etwas überziehen, marschieren wir im Anschluss im Stechschritt zum Brandenburger Tor, wo unser geführter Rundgang entlang der ehemaligen Mauer beginnt.  Zwei Stunden folgen wir den Spuren der Berliner Mauer, erfahren viele spannende Fakten über die Stadt und hätten sogar beinahe Annalena Baerbock auf dem Fahrrad gesehen (wenn sich nicht doch noch herausgestellt hätte, dass die einsame Radlerin der Grünen-Kanzlerkandidatin nur frappierend ähnlich sah).

Nach der Führung endet unser Tag mit schmerzenden Füßen zunächst beim Thailänder und dann in einer Bar, wo wir Gott sei Dank von einer gebürtigen Bayerin bedient werden. Wir stellen fest, dass sich das Berliner Bier durchaus trinken lässt. Auch die Cocktails überzeugen. Der Nachhauseweg gestaltet sich dafür etwas schwieriger als gewohnt, aber nachdem wir sowohl das Team Späti als auch die zurückgefallenen Telefonierenden wieder eingesammelt haben, finden wir doch noch einen Bus, der uns zum Hotel zurückbringt.

 

Die Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz führt uns durch das Bundestagsgebäude.

Tag 4

Die langen Gesichter beim Frühstück sprechen Bände. Nach dem Auschecken aus dem Hotel geht es ins Stasi-Museum, wo unter anderem die beinahe James-Bond-mäßigen Abhörmethoden der ehemaligen Staatssicherheitsbehörde gezeigt werden. Auch hier erwartet uns ein Zeitzeuge, ein Berliner Urgestein, der uns sogar die Unterlagen zeigt, die die Stasi über ihn angelegt hat, nachdem er den Wunsch geäußert hatte, in den Westen gehen zu dürfen.

Trotz der wirklich spannenden Geschichten fällt einigen wenigen hier ab und an ein Auge zu… natürlich nur wegen der vielen Fußmärsche in den vergangenen Tagen. Überraschenderweise überziehen wir die geplante Zeit minimal und sind dann relativ zügig unterwegs, um unsere Koffer noch aus dem Hotel zu holen und zum Hauptbahnhof zu kommen, bevor der Zug Richtung Heimat abfährt.

Wir schaffen es sogar noch, uns Proviant zu besorgen, bevor wir, etwas schweigsamer als auf der Hinfahrt, die Rückreise antreten. Mit kaum nennenswerter Verspätung erreichen wir am Abend dann den Augsburger Hauptbahnhof.

Nach den vielen Eindrücken und strammen Märschen dürften die meisten recht früh ins Bett gegangen sein. Trotzdem: Dass wir nach einem Jahr wie 2020/21 doch noch alle zusammen nach Berlin fahren würden, haben wir eigentlich schon gar nicht mehr erwartet. Und neben den sehr spannenden Terminen war es auch einfach schön, wieder unter Menschen zu sein und etwas Neues zu erleben. Denn das gab es jetzt schon viel zu lange nicht mehr.